RubyIch war einundzwanzig Jahre alt, als ich Ethan Storm zum ersten Mal sah.An diesem Tag saß ich im Esszimmer unseres Hauses und hörte meinem Vater zu, wie er nervös auf und ab ging, das Gesicht bleich, die Hände zitternd, während er ein Glas Wasser festhielt. Er konnte es nicht länger verbergen. Die Schuld war alt, entstanden noch bevor ich geboren wurde, und jetzt kamen die Storms, um sie einzutreiben.— „Es ist nur ein Abendessen, Ruby. Nur das. Komm bitte mit mir.“Seine Stimme war rau, fast flehend. Ich wusste, dass es nicht nur ein Abendessen war. Wenn mein Vater sagte „es ist die letzte Chance“, dann bedeutete das, dass es wirklich keinen Ausweg mehr gab.Das Restaurant lag im Stadtzentrum, ein Ort, viel zu teuer für Leute wie uns. Der Maître führte uns in einen privaten Raum im hinteren Bereich. Die Tür öffnete sich, und die Luft veränderte sich. Ich spürte es, noch bevor ich hinsah.Ethan Storm trat ein, als gehöre ihm die Welt. Groß, über einen Meter dreiundneunzig, breit
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