„Rhea“, rief ich, während ich versuchte, meine Atmung in den Griff zu bekommen. „Du hast keinerlei Verbindung zu diesem Bild, gib es mir also bitte zurück.“ Meine Stimme zerbrach förmlich, als ich das letzte Wort flüsterte: „Bitte, gib es mir einfach zurück.“ In meiner Brust zog sich alles zusammen, als würde eine unsichtbare Hand mein Herz so fest umklammern, dass kein Tropfen Blut mehr übrig blieb. Es tat weh.
„Na los, hol es dir“, entgegnete sie, während sie es mir provokant hinhielt. Kaum machte ich einen Schritt auf sie zu, hob sie den Rahmen und ließ ihn mit voller Absicht zu Boden fallen. Ich musste mitansehen, wie meine gesamte Welt, mein einziger kostbarer Besitz, der mir noch von meiner Familie geblieben war, an dem kalten Fliesenboden in tausend Stücke zersprang. Die Glassplitter flogen über das Zimmer, und unser gebrochenes Lächeln auf dem Foto lag verraten am Boden. Tränen vernebelten meinen Blick, während ich zwischen dem zerstörten Rahmen und Rhea hin und her sah. Ihr ge