Die Tattoo- Luna

Die Tattoo- Luna

Laura Sternenfee  Recién actualizado
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Resumen
Índice

Kristen hatte nicht nur einen überdurchschnittlichen IQ sondern war auch gleichzeitig stolze Besitzerin eines eigenen Tattoo- Studios. Nun stand ihr achtzehnter Geburtstag vor der Tür. Nachdem sie jahrelang von ihrer Mutter misshandelt worden war, hatte sie beschlossen, ihr Rudel zu verlassen. Ihr Tattoo- Studio lief gut, also hatte sie genug Geld zur Verfügung. Sie wollte sich in ihr eigenes Abenteuer stürzen, ganz egal, wer ihr Gefährte war. Leider hatten mehrere Männer ein Problem mit ihrer Unabhängigkeit. Kristens feurige Persönlichkeit hatte sie in eine Situation gebracht, in der sie sich allen Dingen stellen mussten, denen sie eigentlich versucht hatte zu entfliehen. Wie viel kann eine Person ertragen, bevor sie aufgibt?

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Capítulo 1

Kapitel 1

„Kristen, bist du fertig?“, fragte Jacob. Er war sehr ungeduldig mit mir. Sein zerzaustes schwarzes Jahr fiel ihm in seine kristallblauen Augen. Als ich zu ihm hinübersah, fuhr er sich gerade mit der Hand durch sein Haar. Jacob sah heiß aus, das musste ich ihm lassen. Er war muskulös und mit 1,85 Meter auch relativ groß, aber einfach nicht mein Typ. Es machte schon Spaß, mit ihm zu flirten, aber, wie gesagt, er war nicht mein Typ.

„Fast fertig.“ Ich war die Tochter des Alphas. Mein Bruder war Jacobs bester Freund und quasi der Anführer unserer kleinen Clique. Colt war der feuchte Traum eines jeden Mädchens. Er hatte kurze braune Jahre und extrem dunkelbraune Augen. Auch ich konnte sehen, dass er mit seinem markanten Kinn und seinen Bartstoppeln ziemlich attraktiv aussah. Außerdem war er, genau wie Jacob, komplett durchtrainiert.

Da ich allerdings seine Zwillingsschwester war, sahen wir uns sehr ähnlich. Colt wurde deswegen oft geneckt, weil ich quasi die weibliche Version von ihm war und die Jungs mir scharenweise hinterherliefen.

Aber Colt war vier Minuten älter als ich und würde daher später die Position als Alpha bekommen. So konnte ich im Prinzip mit meinem Leben anstellen, was ich wollte, und das war Tätowieren. Ich hatte mit dem Tätowieren angefangen als ich etwa fünfzehn war und nun würden Colt und ich bald achtzehn werden. Jetzt war ich gerade in meiner letzten Sitzung mit Jacob.

„Ich freu mich so, dass dieses Tattoo bald fertig ist. Ich hab am Wochenende ein Date und will dafür gut aussehen.“ Jacob hatte jedes Wochenende ein anderes Mädchen und ich hatte es mittlerweile aufgegeben mir all die neuen Namen zu merken.

Wir gingen auf eine Oberschule, die sowohl von Werwölfen als auch von Menschen besucht wurde. Allerdings gingen auch Werwölfe aus drei verschiedenen Rudeln auf diese Schule, also musste man vorsichtig sein. Es gab es unser Blauzahnrudel, das Mitternachtsrudel und zu guter Letzt das Schwarzmondrudel. Die meiste Zeit kamen die Rudel ganz friedlich miteinander aus, aber man hatte doch immer das Gefühl, dass sie ihre Macht und ihren Einflussbereich austesten wollten.

„Keine Sorge, ich werde schon sicherstellen, dass du gut aussehen wirst. Du musst ja unser Rudel auch anständig vertreten.“ Jacob ließ sich von mir das Wappen unseres Rudels auf die Brust tätowieren. Es zeigte den Kopf eines Wolfes, aus dessen gefletschten Reißzähnen blaues Blut tropfte. Es passte irgendwie genau zu dem, der es entworfen hatte, aber egal.

„Danke, Ice.“ Ice war mein Spitzname. Colts Spitzname war Fire, weil er angeblich super heiß, sexy und spielerisch war. Man Spitzname kam daher, dass ich ein kaltes Herz hatte, das ich niemandem schenken wollte. Ich hatte lange Naturlocken, Kurven genau an den richtigen Stellen und superlange Beine. Ich konnte mir jeden Jungen aussuchen, den ich wollte. Allerdings ging Colt normalerweise leider dazwischen.

Einmal verprügelte er meinen Freund wortwörtlich bis zur Unkenntlichkeit, nur weil er uns beim Küssen erwischt hatte. Seitdem hatte ich nicht mehr wirklich jemanden mehr gefunden, der sich ihm stellen und das alles auf sich nehmen wollte.

Jacob lehnte sich in seinem Stuhl zurück, während ich gerade meine letzten Vorkehrungen traf, als Colt mit seiner kleinen Truppe von Freuden hereinkam. „Hast du die letzte Stunde geschwänzt?“, fragte Colt mich.

Ich rollte nur mit den Augen, lehnte mich nach vorne und fing an, Jacob zu tätowieren. Er zuckte zuerst etwas zurück und knurrte mich dann an. „Das würde ich dir nicht raten“, warnte ich ihn. Ich war vielleicht ein Mädchen, aber mit meinem Alphablut und meinem Training wäre ich in der Lage allen diesen Jungs in den Hintern zu treten.

„Ich war noch nicht bereit!“

„Reiß dich zusammen“, sagte ich lapidar, während ich weitermachte.

„Ice, ich habe dich was gefragt.“ Colt setzte sich auf einen Stuhl. Ace war derjenige, den ich wollte. Aber für mich war er unantastbar. Er war der Sohn des Betas und würde in Zukunft auch Colts Beta werden. Sein goldbraunes Haar passte zu seinen Augen. Obwohl er etwas kleiner war als Colt, war er doch genauso muskulös und durchtrainiert. Allerdings war er viel zurückhaltender und ruhiger. Er war der Typ, der mit seinem Drink in der Ecke saß und zusah, wie sich alle anderen peinlich machten. Auf diese stillen Typen stand ich total. Er setzte sich direkt vor Jacob hin. Wie er dort so saß mit seinem Fuß auf der Stange unter dem Stuhl und verschränkten Armen, wollte ich am liebsten sofort auf seinen Schoß klettern und ihn direkt hier vögeln.

„Ich habe dich schon gehört. Ich hatte einfach keine Lust hinzugehen.“ Ich tauchte meine Tätowierpistole in die blaue Tinte und machte weiter.

„Warum nicht? Ist was passiert?“ Colts Stimme hörte sich gefährlich an. Meine Clique bestand aus diesen drei Jungs und meiner besten Freundin Emmy. Uns eine Gang zu nennen, wäre vielleicht etwas übertrieben, aber wir stellten sicher, dass uns niemand blöd kam.

Glücklicherweise öffnete sich die Tür und Emmy kam herein. Jacob war in sie verknallt, aber sie hatte ihn so oft abgewiesen, dass er jetzt mit diesen anderen Mädchen ausging. Offensichtlich wollte er sie damit nur eifersüchtig machen. Allerdings stieß sie das nur noch mehr ab. Ich nickte ihr dankbar zu.

Sie war frech und selbstbewusst, hatte rotblonde, lange, gelockte Haare und ihre mit Sommersprossen übersäte helle Haut ließ ihre blauen Augen noch mehr hervorstechen. Außerdem war sie eine der besten Kriegerinnen im Rudel, nach mir natürlich.

„Wie geht’s?“

„Ich mache gerade das Tattoo von der kleinen Heulsuse hier fertig“, sagte ich lächelnd, während ich weitermachte.

„Das sieht unglaublich aus!“ Emmy kam herüber und schaute es sich an, während ich es mit einem Papiertuch säuberte.

„Kleine Heulsuse?“ Jacob warf mir einen unzufriedenen Blick zu.

„Kannst dich beruhigen. War nur ein Witz.“ Ich lachte und machte sein Tattoo sauber. Die Türklingel ertönte erneut und jemand aus einem andern Rudel betrat den Laden.

„Hi, ich hab gehört, dass man sich hier die besten Tattoos stechen lassen kann.“ Wir schauten ihn alle an. Oh, wow. Er stellte Ace sogar noch in den Schatten. Seine schwarzen Haare waren nach hinten gegelt, seine grünen Augen trafen auf meine und die Welt um mich herum blieb stehen. Seine Lederjacke konnte nicht verbergen wie muskulös er war. Meine Aufmerksamkeit fiel besonders auf seine Jeans, die relativ eng geschnitten war. Aber es waren seine Motorradstiefel, die seinen Look abrundeten.

Ich kam wieder zu mir. „Was hast du dir denn vorgestellt?“

„Mir wurde gesagt, ich solle nach Chris fragen. Er ist angeblich der Beste.“

„Das wäre dann wohl ich“, sagte ich mit einem Grinsen. Die meisten Leute in meiner Schule nannten mich Kris und meine engen Freunde nannten mich Ice. Nur die Wenigsten nannten mich tatsächlich Kristen.

Man konnte ihm definitiv ansehen, dass er schockiert war. Aber er fing sich recht schnell. „Ich hoffte, es wäre möglich, mir so etwas stechen zu lassen.“ Er nahm eine riesige Zeichnung heraus und kam zu mir herüber, damit ich sie mir ansehen konnte.

„An welcher Stelle möchtest du es denn haben?“ Es war ein komplettes Gemälde eines Wolfes, der den Mond anheulte.

„Auf meinem Rücken. Ich möchte, dass es den gesamten Rücken bedeckt. Ich bin gerade erst von einem fünfjährigen Training zurückgekommen und ich will jetzt unbedingt dieses Tattoo.“

„Wie heißt du denn?“, fragte Colt.

Der Fremde guckte zu ihm rüber. „Ich heiße Alec. Ich bin der Sohn von Alpha Marc vom Schwarzmondrudel.“ Er ging hinüber, um Colt die Hand zu schütteln.

Colt stand auf und ich wurde etwas nervös, da Colt nicht gerade den besten Ruf hatte. „Ich bin Colt Jefferys, der Sohn von Alpha Brian vom Blauzahnrudel. Das da ist meine Zwillingsschwester Kristen Jefferys.“ Colt nickte in meine Richtung. „Das sind Emmy, mein zukünftiger Gamma Jacob und mein zukünftiger Beta Ace.“

„Ich will dir mit meiner Anwesenheit hier nicht auf die Füße treten. Ich beende hier nur mein letztes Schuljahr, bevor ich wieder von hier weggehe.“

Ich konnte mich nicht stoppen. „Wohin denn?“ Colt warf mir einen scharfen Blick zu, aber ich ignorierte ihn.

Alec lächelte mich leicht an. „Noch mehr Training.“

„Dieses Tattoo wird ungefähr 1500 Euro kosten und es wird auch einige Sitzungen lang dauern, das fertigzustellen. Hängt ganz von deiner Schmerztoleranz ab“, sagte ich ohne jemanden anzugucken. Stattdessen widmete ich mich wieder Jacob. Ich musste nur noch die Schattierungen beenden und dann war ich fertig.

„Hast du irgendwelche Referenzen?“

Ich rollte mit den Augen und zeigte auf ein Buch, das auf dem Tresen lag. Die meisten Leute wollten meine Arbeiten sehen, bevor sie einwilligten, sich etwas stechen zu lassen. Ich war es gewohnt, aber es nervte mich trotzdem. Alec nahm sich ein paar Minuten, um durch die Seiten zu blättern. Ich konnte schon immer ziemlich leicht den Charakter von Leuten erkennen. Colt sagte immer, das käme daher, dass ich eine Alpha war. So oder so war Alec mysteriös und gefährlich, aber nicht zur gleichen Zeit.

„Ok, ich bin fertig“, sagte ich zu Jacob und rieb etwas Seife auf das Tattoo. Ich wusch es, säuberte es dann und klebte ein Heilpflaster darauf. „Du weißt, was du zu tun hast. Komm hier nicht später an und erzähl mir, dass dir ein Missgeschick passiert ist, was ich dann in Ordnung bringen soll. Sag den Mädels, sie sollen ihre Fingernägel diesmal bei sich behalten.“ Ich blickte ihn streng an.

„Das war doch nur das eine Mal!“ Jacob stand auf und betrachtete sich im Spiegel. Währenddessen wusch ich mir die Hände und nahm dann meine Kamera, um ein Foto zu machen.

„Halt still!“, befahl ich ihm, während ich ihn im rechten Licht positionierte.

Klick!

„Perfekt.“ Ich wusste, dass sie gehen mussten, aber ich konnte sehen, dass Colt mich nicht mit Alec alleine lassen wollte. „Es ist schon ok, Bruderherz“, sagte ich ihm per Gedankenverbindung. Ich zog mir Handschuhe an und räumte meinen Arbeitsplatz auf.

„Ich vertraue ihm nicht.“

„Emmy ist ja auch noch hier. Außerdem wird Papa dich umbringen, wenn du schon wieder zu spät kommst.“

„Na gut. Aber ich will, dass du mir sofort Bescheid sagst, wenn er gegangen ist.“ Es war ein Befehl, aber wir wussten beide, dass das bei mir nicht funktionieren würde.

„Jawohl!“, antwortete ich sarkastisch.

Die drei Jungs standen auf und gingen in Richtung Tür. „Ich denke dir ist klar, dass du meine Schwester angemessen behandeln wirst“, sagte Colt zu Alec.

Bei dieser Drohung wurden Alecs Augen schmal, aber er reagierte nicht darauf. „Ich habe nicht die Angewohnheit, Frauen respektlos zu behandeln.“

„Ice.“ Er sah mich an und nickte mir zu, bevor er den Laden verließ.

„Tut mir leid wegen gerade. Hast du dich schon entschieden?“, fragte ich ihn, während ich die Dinge, die ich für Jacobs Tattoo benutzt hatte, in den Müll schmiss.

„Ja, ich möchte es mir stechen lassen.“ Ich sprühte den Stuhl mit Desinfektionsmittel ein und wischte ihn sauber. „Bist du die einzige Tatöwiererin hier?“, fragte er, als ich zum Empfangstresen ging.

„Ja, bin ich. Dieser Laden gehört ganz allein mir. Vielleicht werde ich ihn in der Zukunft erweitern.“ Als ich meinen Kalender öffnete, sah ich, dass ich morgen einen Termin frei hatte. „Morgen Nachmittag um vier Uhr hätte ich einen Termin frei. Dann können wir erstmal schauen, wie lange du es aushältst. Danach planen wir dann entsprechend die kommenden Termine.“

„Ok, mein Training ist morgens. Also passt das für mich.“

„Hier, diese Papiere musst du bitte ausfüllen. Lass deine Skizze hier und komm dann morgen mit den ausgefüllten Zetteln und Bargeld zurück.“ Ich reichte ihm einen Umschlag und er gab mir seine Skizze.

„Was sind das für Papiere?“

„Du musst unterschreiben, dass du weißt, wer ich bin, von welchem Rudel ich bin, dass du das hier aus freiem Willen machst und dann noch das ganze kleingedruckte Zeug. Das hier ist ein rechtmäßiges Geschäft. Ich zahl auch ganz brav meine Steuern. Genauso wie es auch die Rudel tun.“

„Ok, verstehe. Dann bis morgen.“ Alec ging zur Tür.

„Bis morgen“, sagte ich und kam hinter dem Tresen hervor. Für heute Nachmittag hatte ich keine Termine mehr. Emmy und ich wollten laufen gehen und danach zusammen abhängen.

Sobald er aus der Tür verschwunden war, brach es aus Emmy heraus. „Oh Göttin! Wenn du ihn nicht vögelst, dann werde ich es definitiv tun!“ Sie war zwar immer scharf auf Jungs, aber sie hatte auch Grenzen. Obwohl sie schon mit vielen rumgeknutscht hatte, war sie immer noch Jungfrau. Ihr Gerede war also größtenteils heiße Luft.

„Colt würde ihn definitiv umbringen“, sagte ich, während ich mir meine Tasche schnappte. Der Sommer hatte gerade angefangen und um sieben Uhr abends waren immer nicht gut siebenundzwanzig Grad. Ich war mit meinem Motorrad hier, genauso wie Emmy.

„Wäre das nicht ein toller Kampf?“ Ich ging aus dem Laden und schloss ihn ab. Als ich mir das Design ansah, hätte ich nicht glücklicher mit dem sein können, was ich erreicht hatte. Emmy ging hinüber zu ihrem Motorrad und ich stand vor meinem.

Meine Tasche konnte ich mir auch wie einen Rucksack auf den Rücken schnallen. Ich legte meine Schlüssel und den anderen Kram hinein und setzte mir meinen Helm auf. Erst als ich meine Beine bereits um mein Motorrad geworfen hatte, bemerkte ich Alec auf der anderen Straßenseite. Ich schaute mich direkt an, wovon ich Gänsehaut bekam. „Ja, vielleicht“, sagte ich. Ich wusste, dass er uns jetzt hören konnte. Der Laden war schalldicht gebaut, hier draußen war das eher nicht der Fall. „Komm schon! Ich muss beim Laufen etwas überschüssige Energie abbauen.“ Ich schmiss meinen Motor an und wartete bis Emmy auch soweit war. Dann fuhren wir an Alec vorbei, der seine Augen die ganze Zeit nicht von mir ließ.

Da war etwas in seinen Augen, was ich nicht richtig verstand. Etwas Wildes.
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