Inicio / Todos / Geheimnisse Einer Nacht: Mein Vertrags-Ehemann / Kapitel 2 – Zwischen Zufall und Schicksal
Kapitel 2 – Zwischen Zufall und Schicksal

Er knipste das Licht im Wohnzimmer an. Den teuren Mantel warf er achtlos über die Rückenlehne des Sofas. Er lockerte seine Krawatte, knöpfte das weiße Hemd auf und zog es über die Schultern, bis es zu Boden fiel. Die Schweizer Uhr glänzte einen Moment lang, bevor sie neben einen Sessel fiel; die sorgfältig gebügelte Hose wurde sogleich aufgeknöpft und zusammen mit den Schuhen zurückgelassen. Die Kleidung blieb zurück wie eine Haut, die man abstreift.

Die Muskeln des Geschäftsführers waren noch immer von der Anspannung des Tages belastet: endlose Besprechungen, aggressive Telefonate, millionenschwere Verträge, die auf seine Unterschrift warteten, und der Druck seiner Familie. Der Alkohol hatte lediglich die Oberfläche der Wut und der Erschöpfung betäubt, nicht den ganzen Körper. Er atmete tief ein, seine Brust hob sich langsam.

Als er schließlich nackt war, wurde der Kontrast zwischen der vornehmen Ausstrahlung und dem von maritimen Tätowierungen gezeichneten Körper deutlich. Auf der Brust eine Karte, verflochten mit einem Kompass; auf dem linken Arm ein Anker, der in ein aufgewühltes Meer eintauchte, umwickelt von einem Band, auf dem oben „Mutter“ zu lesen war und darunter ein Datum eingraviert war; auf dem anderen Arm ein Boot im alten Stil, als stamme es aus Piratengeschichten. Symbole für Weg, Verlust und Zugehörigkeit, die nur wenige zu entschlüsseln wussten.

Er schritt über den weichen Teppich, seine Schritte waren schwer, wurden aber von einer unsichtbaren Anziehungskraft geleitet. Er stieß die Zimmertür auf und knipste das Licht an.

Was er sah, ließ ihn innehalten.

Dort lag sie auf dem Bett.

Olivia.

Ihr zierlicher Körper, der nur von roter Spitzenunterwäsche bedeckt war, schien wie geschaffen für das Verderben. Das winzige Höschen zeichnete sich auf ihrer hellen Haut ab und betonte die festen Kurven ihrer Hüften. Der String verlief nach oben, bis er an ihrem knackigen Po verschwand, wo das Tattoo an der Vorderseite der Taille begann und sich geschwungen bis zu den Gesäßbacken fortsetzte: eine stilisierte Karte mit einer Windrose, als würde sie den Weg zu einem versteckten Schatz markieren. Ihre Haut strahlte im Licht einen ganz eigenen Glanz aus.

Der Mann stützte sich mit der Hand an der Wand ab. Seine Augen brannten vor Verlangen und Ungläubigkeit. Sein Körper drängte ihn, einen Schritt näher zu treten, doch sein Verstand zögerte. Er hatte schon alles gesehen, doch dieser Anblick entwaffnete ihn auf seltsame Weise, als wäre es ein Bild, das eigens für ihn gemalt worden wäre.

„Verdammt …“, murmelte er mit vom Alkohol belegter Stimme, die Augen weit aufgerissen. „Was für eine umwerfende Frau …“

Der Satz kam leiser heraus, als er gedacht hatte, ein heiseres Flüstern, das sich im Zimmer verlor.

Er schaltete das Licht wieder aus. Das Zimmer wurde nur noch vom Schein der Blitze erhellt, die draußen den Himmel zerrissen. Langsam näherte er sich dem Bett, jeder Schritt geprägt von dem seltsamen Gefühl, das der Körper dieser Begleiterin in ihm weckte, doch unfähig, zurückzuweichen. Da war mehr als nur Instinkt: eine magnetische, irrationale, unwiderstehliche Anziehungskraft.

Er kniete sich neben sie. Olivias süßlicher Duft vermischte sich mit dem Geruch von Wein, der noch immer aus ihren halb geöffneten Lippen strömte. Er fuhr mit der Hand über die Rundung ihres Oberschenkels und glitt langsam bis zur feinen Spitze hinauf. Ihr Körper regte sich, doch sie erwachte nicht. Er beugte sich vor und drückte einen Kuss auf ihre Haut, zunächst sanft, fast wie eine Provokation.

Olivia regte sich schläfrig und murmelte etwas, ohne die Augen zu öffnen.

Er machte weiter, verteilte heiße Küsse über ihr Bein, wanderte an ihrer Taille hinauf und erkundete jede Rundung mit seinem Mund. Als er die intimste Stelle erreichte, presste er seine Lippen fester auf sie, und ein leises Stöhnen entfuhr ihr instinktiv.

„Hmmm …“ – Sie bog den Körper durch, die Augen noch immer geschlossen. „Liebling …“

Ihre vom Rausch verzerrte Stimme klang zärtlich und hingebungsvoll.

Er hob den Kopf und sah sie an. Sein Herz schlug heftig, doch die Lust überwältigte sein Zögern. Er erkundete sie weiter, bis ihr Stöhnen deutlicher wurde. Dann wanderte er ihren Körper hinauf, küsste ihren Bauch, verweilte an ihren Brüsten, bis er ihre vollen Lippen fand.

Der Kuss war gierig. Sie erwiderte ihn, stöhnte leise, während ihre zarten Finger über seinen breiten Rücken glitten, bis sie sich in seine Haut krallten.

„Du bist köstlich …“, flüsterte er mit heiserer Stimme an ihre Lippen. „So etwas habe ich noch nie gekostet.“

Olivia zog ihn näher zu sich heran, hin- und hergerissen zwischen Lust und Verwirrung.

„Liebling …“, stöhnte sie keuchend. „Mach langsam … es ist mein erstes Mal.“

Diese Worte ließen ihn für einen Moment innehalten. Er legte seine Stirn an ihre und atmete tief durch, als würde er gegen etwas Unsichtbares ankämpfen.

„Das erste Mal?“, wiederholte er überrascht. Dann lächelte er schief, fast ungläubig. „Ich werde zärtlich sein, mein Engel. Ich werde dir Lust ohne Schmerz zeigen.“

Er beugte sich zu ihrem Ohr hinunter. Seine heißen Lippen streiften sanft ihre Haut, bevor er ein Flüstern voller obszöner Versprechen von sich gab.

„Ich will dich ganz … jeden Teil von dir spüren, wie er sich um mich schließt … wie du stöhnst … wie du mich anflehtst, nicht aufzuhören.“

Olivia zitterte, eine Gänsehaut überkam sie, und ihre blauen Augen öffneten sich zum ersten Mal in dieser Dunkelheit. Verwirrt klammerte sie sich an den Glauben, dass es Peter war, der sie berührte.

„Langsam … es tut weh … Liebling …“, bat sie keuchend.

Er hielt bei jeder Bewegung inne, damit sich ihr Körper daran gewöhnen konnte. Er strich mit den Lippen über ihr Ohr und ermutigte sie mit heiseren, vor Verlangen bebenden Worten.

„Entspann dich, meine Schöne … spüre nur die Lust … ich werde zärtlich sein.“

Er küsste sie leidenschaftlich und raubte ihr den Atem.

Ihr Stöhnen vermischte sich mit seinen Worten. Jeder Stoß war ein Feuerwerk der Empfindungen, bis sich Olivias Körper gänzlich hingab. Sie kratzte ihm den Rücken, zog an seinen Haaren und flüsterte zusammenhanglose Sätze zwischen Lust und Wahn.

Er führte sie durch jede Stellung und wechselte dabei zwischen Festigkeit und Zärtlichkeit. Die Suite füllte sich mit Stöhnen, keuchendem Atmen und verbotenen Flüstern.

„Du bist so eng …“, flüsterte er, die Stimme voller Lust. „Das macht mich so geil …“

Die Bewegungen gewannen an Rhythmus. Ein intensives, tiefes Hin und Her. Olivia stöhnte laut, verdrehte die Augen, streichelte sein Gesicht und nannte ihn „Liebling“.

Bis der Höhepunkt wie eine überwältigende Welle kam und die beiden in Ekstase riss.

Stille. Der Mann zog Olivia an seine Brust und streichelte ihr Haar. Er spürte, wie ihr Herz raste, doch ihr Atem verlangsamte sich allmählich, bis sie in seinen Armen einschlief.

Doch die Nacht war noch nicht vorbei. Bevor der Tag anbrach, gewann das Verlangen die Oberhand. Es folgte eine weitere Runde, noch intensiver als zuvor. Dieser Mann entdeckte in Olivia eine Sucht, eine Flamme, die er nicht löschen konnte.

Der Morgen brach an, und sanftes Licht drang durch die Vorhänge des Hotels. Der Mann erwachte als Erster. Er fuhr sich mit der Hand durch die Haare, ungläubig angesichts der Intensität der vergangenen Nacht. Er drehte sich um und betrachtete sie.

Olivia schlief tief und fest, nackt unter dem weißen Laken. Ihre Lippen waren leicht geöffnet, ihr Gesicht so friedlich wie ein Kunstwerk. Lange Minuten lang blieb er regungslos dort stehen, fasziniert von dieser Begleiterin und von allem, was sie in ihm geweckt hatte. Er wollte es nicht zugeben, aber da war etwas anders. Sie schien nicht mehr eine von den vielen zu sein, die seine Suite durchlaufen hatten.

Er stand auf. Er ging ins Badezimmer, duschte kurz und zog sich an. Er hatte eine Geschäftsreise vor sich. Während er sich vor dem Spiegel die Krawatte umband, sah er sein eigenes Spiegelbild und dachte für einen Moment darüber nach, was er da tat. Er schüttelte den Kopf, um diesen Gedanken zu vertreiben.

Zurück im Zimmer fiel sein Blick auf ein Detail, das ihn innehalten ließ: Auf dem Laken befand sich ein kaum wahrnehmbarer Blutfleck. Ein Schauer lief ihm über den Rücken. Er atmete tief ein, trat näher an das Bett heran, beugte sich vor und drückte einen sanften Kuss auf ihren Rücken. Dann holte er seine Brieftasche aus der Hosentasche und legte eine schwarze Karte auf den Nachttisch – eine stille, rätselhafte Geste.

Er ging, ohne sich umzusehen. Der Flur des Hotels schien länger als sonst; bei jedem Schritt hallte das Geräusch seiner Schuhe auf dem Teppich wie eine unbeantwortete Frage wider. Im Aufzug vermied er es, sein eigenes Spiegelbild anzusehen.

Stunden später erwachte Olivia. Das Bett war kalt. Sie streckte sich, noch immer verwirrt. Sein Duft lag noch immer in der Luft, vermischt mit dem teuren Parfüm der Bettwäsche.

„Peter?“, rief sie mit schwacher Stimme.

Keine Antwort.

Sie lächelte vor sich hin und dachte:

„Er ist wohl schon zur Arbeit gegangen …“

Sie wickelte sich in das Laken ein und stand auf. Da bemerkte sie die Karte auf dem Tisch. Mit klopfendem Herzen nahm sie sie vorsichtig in die Hand.

„Mein Schatz … du hast mir ein Geschenk hinterlassen“, flüsterte sie, während ihre Finger über die Karte glitten. „Das ist ein ganz besonderes Geschenk … hat es vielleicht etwas mit unserer Hochzeit zu tun?“

Tränen traten ihr in die Augen. Für Olivia war das nicht nur eine Karte: Es war die Bestätigung, dass diese Nacht die romantischste ihres Lebens gewesen war und dass Peter die Beziehung vorantreiben wollte. Sie spürte, wie eine Welle der Hoffnung ihren Körper durchströmte. Für sie war diese Geste nicht nur eine Zuneigungsbekundung, sondern ein klares Zeichen dafür, dass dieser Moment wichtig gewesen war und dass alles auf eine Hochzeit hinauslief.

Sie ließ sich auf das Bett fallen, überzeugt davon, den wunderbarsten Freund der Welt zu haben. Auch wenn er gegangen war, ohne sie zu wecken, hatte er darauf bestanden, eine liebevolle Geste zu hinterlassen – einen Beweis dafür, dass dieser Moment bedeutungsvoll gewesen war und dass eine gemeinsame Zukunft mit einem Ehering am Finger immer näher rückte.

Sigue leyendo este libro gratis
Escanea el código para descargar la APP
Explora y lee buenas novelas sin costo
Miles de novelas gratis en BueNovela. ¡Descarga y lee en cualquier momento!
Lee libros gratis en la app
Escanea el código para leer en la APP