**Kapitel 110**(Alessandro)Ich schloss die Haustür mit einem trockenen Knall und lehnte mich für einen Moment dagegen. Diese Stille umfing mich, und zum ersten Mal seit Tagen spürte ich, wie mein Körper den Preis dafür forderte.Ich hatte Stunden im Krankenhaus verbracht, dann weitere Stunden bei Gabriel, bis er endlich eingeschlafen war. Es ging ihm gut, aber ... mein Gott, wie erschöpft ich war.Es war nicht nur körperlich, es war alles. Der Geist, die Gefühle, die verdammte Hilflosigkeit, die mich von innen auffraß.Ich ging die Treppe hinauf, ohne das Licht anzumachen. Ich kannte diesen Ort mit geschlossenen Augen, und tief in mir glaube ich, dass ich die Dunkelheit brauchte, um das Chaos, das ich war, nicht ansehen zu müssen.Ich betrat das Badezimmer, zog mich langsam aus, die verspannten Muskeln protestierten bei jeder Bewegung. Der Verband, der an der Seite meines Unterleibs klebte, war noch da, leicht feucht von Schweiß. Meine Haut war immer noch empfindlich, der Körper ...
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