Christians Großvater war genau so, wie ich ihn mir vorgestellt hatte: groß, imposant, mit perfekt gestutztem silbergrauem Haar und einem durchdringenden Blick, der jede Fassade zu durchschauen schien. Giuseppe Bellucci besaß jene natürliche Autorität, die sofortigen Respekt einforderte – die Art Mensch, der keine laute Stimme brauchte, um gehört zu werden.Als wir uns ihm näherten, bemerkte ich, wie mehrere Gäste leicht zur Seite traten, als würden sie einer Naturgewalt Platz machen. Er war von einer kleinen Gruppe Geschäftsmänner umgeben, aber sobald er Christian sah, entließ er sie mit einer einzigen, knappen Geste.„Nonno, das ist Zoey Aguilar, meine Verlobte", stellte Christian mich vor, seine Stimme ruhig, aber eine subtile Anspannung in seinen Schultern spürbar.„Endlich lernen wir uns kennen, Signorina Aguilar", sagte Giuseppe und streckte mir die Hand entgegen. Sein italienischer Akzent war sanft, aber unverkennbar.„Es ist mir eine Ehre, Signor Bellucci", antwortete ich und s
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