Die Stimmung veränderte sich, noch bevor Alya den Grund dafür benennen konnte. Paolo half weiterhin im Alltag, aber sein Körper wirkte ständig halb in Alarmbereitschaft, als wäre er bereit, bei jeder Handy-Vibration aufzuspringen.Die Nachrichten kamen zu seltsamen Zeiten, Benachrichtigungen ohne Namen auf dem Bildschirm, nur Nummern, Abkürzungen, allzu neutrale Symbole. Er las sie, sein Kiefer spannte sich an, und kurz darauf zog er sich in den Flur zurück.— Zwei Minuten. — sagte er dann schon, während er abhob.Die Gespräche waren kurz, leise, durchmischt mit Italienisch, Codes und abgebrochenen Sätzen. Alya tat so, als höre sie nichts, doch jedes Flüstern schien wie ein Spalt zu sein, durch den die Angst wieder hereinkam.An einem dieser Abende, nachdem die Jungen eingeschlafen waren, räumte sie gerade den Wohnzimmertisch auf, als sie Paolo wieder im Flur an der Wand lehnen sah, das Handy in der Hand, mit hartem Ausdruck. Er legte auf, sobald er merkte, dass sie ihn beobachtete.S
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