Alya brauchte lange, um sich an diesen Anblick zu gewöhnen. Der Vater ihrer Kinder, der Mann, den sie geliebt, gehasst und in ihrer eigenen Erinnerung lebendig begraben hatte, schlief auf einer improvisierten Matratze in einem schmalen Raum, den er hartnäckig ein Schlafzimmer nannte.Ein Raum, in dem sein ausgestreckter Körper kaum Platz hatte, mit einer kleinen alten Kommode und einem Stuhl, der als Kleiderablage diente.Ab und zu, mitten in der Nacht, hörte sie ihn. Einen Fluch auf Italienisch, leise, der die Stille zerschnitt. Ein „basta“, ein „cazzo“, ein „no“.Sie wusste, dass es Träume waren, von denen er nicht erzählte. Schüsse, die nur er hörte, vermischte Erinnerungen, dunkle Straßen, die Landstraße, auf der alles begonnen hatte.Paolo wachte immer schnell auf, als wäre Schlaf ein Feind. Mit beschleunigtem Atem, mit einem verlorenen Blick für ein paar Sekunden, bis ihm wieder einfiel, wo er war.In dieser Nacht kam der Regen heftig. Ein Donnerschlag ließ das Haus leicht erzit
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