Nina
Am Samstagmorgen wachte ich trotz meiner Verletzungen von letzter Nacht viel ausgeruhter auf als seit langem. Ich fragte mich, ob Enzos Behandlung meines Beines mir auch mehr Energie gegeben hatte.
Als ich auf die Uhr sah, war es bereits nach zehn, also stieg ich aus dem Bett und ging in die Küche zum Frühstück. Lori und Jessica saßen auf gegenüberliegenden Seiten des Wohnzimmers. Beide hatten die Arme vor der Brust verschränkt und blickten sich finster an.
„Was ist denn mit euch beiden los?“, fragte ich.
„Sie hat meinen Kapuzenpulli ohne Erlaubnis geklaut und Pizzasauce darüber geschüttet!“, zischte Jessica und zeigte mit dem Finger auf Lori, die sie mit zusammengekniffenen Augen ansah.
„Ich habe ihn nicht geklaut“, sagte sie. „Ich habe ihn geliehen. Du hast ihn einfach hier liegen lassen, und mir war kalt!“
„Das entschuldigt immer noch nicht den großen Pizzasaucefleck auf der Vorderseite“, erwiderte Jessica.
„Wofür ich mich entschuldigt habe!“, schrie Lori. „Und er ist ga