ElizaEs waren nur zwei Wochen, aber für mich fühlten sie sich wie Monate an. Seit Antonella von der Schwangerschaft erfahren hat, hat sich alles an ihr verändert… ihre Art zu gehen, ihre Gesten, die Müdigkeit in ihren Augen. Sie spricht nicht viel, aber ich spüre, wie ihr Kopf unaufhörlich arbeitet – zurück in die Vergangenheit, hin zur Angst, zu dem, was sie vielleicht nicht bewältigen kann.Und genau deshalb habe ich heute beschlossen, sie zu einer vollständigen Untersuchung zu bringen. Sie hat sich nicht beschwert. Sie hat nur zugestimmt, mit diesem schwachen, traurigen Nicken, das sie inzwischen auf alles gibt.Der Morgen in London war kalt, aber klar. Das ganze Duplex war bereits wach, die Lichter an, der Duft von schwarzem Tee stieg aus der Küche auf. Antonella kam langsam die Treppe herunter, die Arme um sich selbst geschlungen, in einen dicken Mantel gehüllt und mit einem cremefarbenen Schal, der ihr blasses Gesicht fast verdeckte.— Bereit, mein Mädchen? — fragte ich mit ein
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